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FIELD LOG 003: GL-X3000 anschließen und erster 5G-Test

Lokale Vorschau – noch nicht veröffentlichen

Der Router geht in diesem Arbeitsschritt erstmals online. Der sichtbare Speedtest ist ein Smoke-Test, kein belastbarer Antennen- oder Routervergleich.

Video fertig produziert

Episode 3 erscheint in Kürze

Der gekürzte Videoschnitt ist geprüft; der öffentliche YouTube-Link folgt zum geplanten Termin.

Die Durchführung wird geschlossen

Nach zwei Tagen Aushärtezeit sitzt die mit PETEC verklebte Dachdurchführung fest. Die noch unbenutzten Eingänge der PEBA-Dose werden mit Gummistopfen und industriellem Hochtemperatur-Silikon verschlossen. Nach dem Einfädeln der Antennenkabel kommt zusätzlich Silikon in die verbleibenden Zwischenräume.

Der Grund für die Materialkombination ist praktisch: Ein elastisches Silikon lässt sich später von Kabeln lösen, während die eigentliche Montageverklebung Rohr, Dose und Karosserie dauerhaft verbindet. Peters bisherige Erfahrung mit hochtemperaturfestem Industriesilikon auf dem Camperdach ist positiv. Trotzdem ist die veränderte Dose damit nicht automatisch ein normgeprüftes IP68-Gesamtsystem.

Versorgung aus dem 24-Volt-Bordnetz

Der GL.iNet Spitz AX wird für die erste Inbetriebnahme provisorisch aus dem nominalen 24-Volt-LiFePO4-System versorgt. Die reale Spannung eines solchen Bordnetzes liegt je nach Ladezustand oberhalb der Nennangabe. Im Versuchsaufbau sitzt eine 5-Ampere-Sicherung vor dem Router.

flowchart LR
  A[24-V-LiFePO4-Bordnetz] --> B[5-A-Sicherung]
  B --> C[provisorischer Schalter]
  C --> D[GL-X3000]
  E[Poynting MIMO-3-17] -->|4 × LTE/5G| D
  E -. GNSS vorerst frei .-> F[spätere ESP32-Lösung]

Dieser offene Aufbau dient ausschließlich der Funktionsprüfung. Für den Dauerbetrieb fehlen noch dokumentierter Leitungsquerschnitt, Zugentlastung, vibrationsfeste Montage und eine abschließende Prüfung gegen die zulässigen Eingangsdaten des Routers.

Vier Mobilfunkpfade statt GNSS

Die Leitungen der Poynting werden den seitlichen Anschlüssen des GL-X3000 zugeordnet. Dabei zeigt sich ein mechanisches Thema: Die Stecker und Kabelabgänge benötigen seitlich Platz und dürfen nicht mit engen Radien hinter Verkleidung oder Sitz gezwungen werden.

Das separate GNSS-Kabel bleibt bewusst unbenutzt. Für diesen Aufbau hat ein vollständiges 4×4-MIMO-Mobilfunksystem Vorrang vor dem bisherigen GPS-Tracking. Das ist keine Eigenschaft der Antenne, sondern eine Architekturentscheidung am konkreten Router.

Der erste erfolgreiche Smoke-Test

Der Router startet, verbindet sich mit dem Mobilfunknetz und erreicht in einer sichtbaren Einzelmessung ungefähr 110 Mbit/s. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Stromversorgung, Router, SIM und Antennenpfade funktionieren grundsätzlich gemeinsam.

Was diese Zahl nicht zeigt:

  • ob die neue Antenne den Durchsatz verursacht hat,
  • wie Upload, Latenz, Jitter und Paketverlust aussehen,
  • welche Bänder und welche Carrier Aggregation verwendet wurden,
  • wie stark die Funkzelle zum Testzeitpunkt ausgelastet war,
  • ob Router und Modem über Stunden thermisch stabil bleiben.

Ein einzelner Speedtest ist deshalb ein Funktionssignal, kein Urteil.

Einbauort bleibt Teil des Experiments

Als möglicher Platz wird der Bereich hinter dem Vordersitz untersucht. Der Router muss erreichbar und abnehmbar bleiben, gleichzeitig brauchen sechs Antennenleitungen, Strom und mögliche Ethernet-Verbindungen ausreichend Biegeradius und Zugentlastung. Im bewegten Camper zählt nicht nur, ob ein Gerät in eine Lücke passt, sondern ob die gesamte Verkabelung dort dauerhaft leben kann.

Evidenzgrenze

Aussage Einordnung
Die PETEC-Verklebung sitzt nach zwei Tagen fest kräftige manuelle Prüfung im Video
Freie Dosenöffnungen wurden zusätzlich verschlossen sichtbar umgesetzt
Der Testaufbau ist mit 5 A abgesichert im Video genannt und gezeigt
Der GL-X3000 arbeitet am vorhandenen Bordnetz im konkreten Kurzzeittest belegt
Der erste Test erreicht ungefähr 110 Mbit/s sichtbare Einzelmessung
Poynting oder GL-X3000 verursachen diesen Wert ohne Referenzmessung nicht belegt
Die Durchführung ist dauerhaft wasserdicht Langzeit- und kontrollierter Wassertest offen

Nächste Messungen

Für einen fairen Vergleich werden RSRP, RSRQ, SINR, Frequenzbänder, Cell-ID, Download, Upload, Latenz und Paketverlust benötigt. Dazu kommen Leistungsaufnahme, Router- und Modemtemperatur sowie ein Dauerlauf unter realer Arbeitslast. Erst diese Zeitreihen können zeigen, ob der Umbau mehr als einen erfolgreichen ersten Start geliefert hat.

Quellen